20 Nov 2007, 07:00

Testbericht: Intel® Pro/1000 PT Desktop Adapter

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Nachdem meine alte HP-Server-Netzwerkkarte mit Intel Pro/100 Chipsatz lange Jahre ihr Dienste geleistet hat - die Karte war schon “alt” als ich sie überhaupt erst in meinen PC eingebaut habe, sie stammt aus einem ausgemusterten HP-Server - ist sie inzwischen in die Jahre gekommen. Die Übertragungsrate von 100 MBit ist nicht mehr sonderlich zeitgemäß und wenn ich Enemy Territory spiele hat sie manchmal Aussetzer. Also wird es Zeit für eine neuen Netzwerkkarte. Zwar haben die meisten Mainboards heutzutage eingebaute GBit-NICs aber meine ICPlus IP-1000A wird von Linux nicht (vernünftig) unterstützt. Also habe ich mich auf die Suche nach einer zuverlässigen, Linux-tauglichen und schnellen Netzwerkkarte gemacht. Der einzige wirkliche Kandiat war, nach einem kurzen Auswahlprozess, der Intel Pro/1000 PT NIC.

Was diese Karte zu leisten vermag, möchte ich hier untersuchen.

Die Installation verlief, wie von einem Intel Chipsatz zu erwarten, ohne Probleme. Einfach das Kernel-Modul für die Intel PRO/1000 Serie aktiviert und die Karte war nach einem Neustart einsatzbereit. Ok, es ginge auch ohne Neustart, aber ich wollte den Treiber fest in den Kernel einkompilieren und bei der Gelegenheit gleich noch ein paar unnütze Treiber rausschmeißen.

Eine klitzekleines Problem gab es noch, das verhinderte, dass die Karte sofort nach dem Neustart einsatzbereit war. e1000: eth0: e1000_probe: Intel® PRO/1000 Network Connection net eth2: device_rename: sysfs_create_symlink failed (-17) udev: renamed network interface eth0 to eth2 Aus irgendeinem Grund ist udev der Meinung die Karte nach eth2 umzubennen zu müssen. Naja, schnell /etc/nework/interfaces angepasst und ein ifup eth2 erweckt die Karte zum Leben: e1000: eth2: e1000_watchdog: NIC Link is Up 1000 Mbps Full Duplex, Flow Control: RX/TX ADDRCONF(NETDEV_UP): eth2: link is not ready ADDRCONF(NETDEV_CHANGE): eth2: link becomes ready eth2: no IPv6 routers present Jetzt wollte ich schnell mal die Geschwindigkeit messen, aber dafür musste erstmal ein geeignetes Bechmark her. Ich bin im c’t Software-Verzeichnis auf IPerf gesoßen, das auch ziemlich unkompliziert zu bedienen ist. Einfach runterladen, entpacken und mit iperf -s (Server) bzw. iperf -c server-ip (Client) aufrufen. Ein “-fg” sorgt dafür, dass die Ausgabe für Gbit optimiert werden.

Client connecting to 192.168.1.9, TCP port 5001

TCP window size: 0.00 GByte (default)

[ 4] local 192.168.1.11 port 55796 connected with 192.168.1.9 port 5001 [ ID] Interval Transfer Bandwidth [ 4] 0.0-10.0 sec 0.59 GBytes 0.51 Gbits/sec [ 5] local 192.168.1.11 port 5001 connected with 192.168.1.9 port 3934 [ ID] Interval Transfer Bandwidth [ 5] 0.0-10.0 sec 0.30 GBytes 0.26 Gbits/sec Die Übertragungsraten sind noch nicht so ganz das was ich mir erhofft hatte, aber möglicherweise lässt sich daran noch was drehen. Ein Problem ist wohl auch, dass auf der einen Seite einen PC mit Linux und auf der anderen ein Notebook mit Windows habe. Vielleicht sollte ich diese Tests zunächst mit einer homogeneren Kombination durchführen.

Weiter Messungen werde ich in kürze nach reichen.